SACHVERSICHERUNG

Ein kurzer Einblick

Sie wird auch als gewerbliche HausratversicherungGewerbeinhaltsversicherung, Geschäftsinhaltsversicherung, Betriebsinhaltsversicherung, Sachinhaltsversicherung oder Inventarversicherung bezeichnet. Ebenfalls bei der (Kfz-)Haftpflicht, Rechtsschutzversicherungen oder Wohngebäudeversicherung handelt es sich streng genommen um Arten der Sachversicherung.

Was bedeutet Sachversicherung?

Sachversicherung ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe an Versicherungen, die Schäden an Sachwerten decken. Die klassische Inhaltsversicherung sichert neben den klassischen Waren im Verkaufsraum auch Lagerbestände sowie teures elektronisches Equipment und ArbeitsmaschinenAuch Hotels und Gaststätten können durch einen einzigen Schadensfall ruiniert werden. Wird das Inventar beschädigt, zerstört oder gestohlenzahlt / ersetzt die Sachversicherung den Schaden. Die Leistungen der Versicherer können als Reparatur, Wiederbeschaffung, Kostenerstattung, aber auch Aufwendungen wie Löschkosten, Aufräum- und Abbruchkosten, Sachverständigenkosten oder Kosten für die Wiederherstellung von Akten, Daten und Programmen oder für ein neues Schlosssystem umfassen. 

Im Normalfall wird der Neuwert angesetzt. Sind die beschädigten, zerstörten oder gestohlenen Sachen allerdings nur noch mit unter 40 Prozent des Neuwerts anzusetzen, dann ersetzen die Versicherer den Zeitwert. Dieser entspricht dem Preis, zu dem die Sachen in dem Zustand hätten verkauft werden können. 

Szenario 1:

Ein Einbruch mit Diebstahl hat zusätzlich zahlreiche Schäden an der Ladeneinrichtung hinterlassen.

Szenario 2:

Ein starker Sturm beschädigt das Dach des Lagers und zerstört mehrere Maschinen und macht das gelagerte Holz unbrauchbar.

Szenario 3:

Ein Restaurant brennt durch ein Feuer, ausgelöst durch ein defektes Küchengerät vollständig aus.

Eines haben alle diese Termini gemeinsam: Sie stehen für eine Versicherung, die die Betriebseinrichtung (Vermögenswerte) gegen Schäden absichertalso alle Waren sowie Vorräte eines Gewerbes / Unternehmens, und damit die Existenz des Unternehmens sichert. Dabei sind nicht nur Händler (stationär oder online) durch ihre hohen Warenwerte mit einer Sachversicherung gut beraten. Auch Handwerksunternehmen müssen teure Maschinen, Fahrzeuge und Geräte für den Einbau beim Kunden beschaffen und absichern. 

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Wo besteht Versicherungsschutz bei der Geschäftsinhaltsversicherung?

Die Geschäftsinhaltsversicherung oder Sachversicherung deckt standardmäßig Schäden ab, die durch die folgenden Gefahren verursacht werden: 

  • Leitungswasser 
  • Sturm / Hagel 
  • Feuer / Blitzschlag 
  • Explosion 
  • Einbruchdiebstahl inkl. Vandalismus, Raub 
  • Elementarschäden 

Was in dem Tarif konkret ein- und ausgeschlossen wird, lässt sich den jeweiligen Versicherungsbedingungen entnehmen. Über ergänzende Bausteine können flexibel noch weitere Gefahren versichert werden

Durch eine Erweiterung der Sachversicherung ist beispielsweise ein zusätzlicher Schutz möglich vor: 

  • Elementarschäden wie Starkregen und Rückstau 
  • Hochwasser und Überschwemmung 
  • Erdsenkung 
  • Erdbeben 
  • Lawine 
  • Streik 
  • Rauch / Ruß 
  • Betriebsausfall aufgrund der versicherten Gefahren 
  • Schäden am elektronischen Equipment sowie Glasbruch 

Nicht versichert werden in aller Regel folgende Gefahren: 

  • Sturmflut 
  • Tsunami 
  • Krieg 
  • Kernenergie 
  • grobe Fahrlässigkeit im Gegensatz zur leichten Fahrlässigkeit, die versichert werden kann (es gibt jedoch auch hier Versicherungen, die grobe Fahrlässigkeit mit einer Pauschale als maximaler Schadenszahlung absichern) 
  • Vorsatz 

Sachversicherung: Welche Schäden sind abgedeckt?

Wichtig ist, dass mit einer Geschäftsinhaltsversicherung nur alle beweglichen Sachen, die auch im Besitz des Unternehmens sind, versichert werden.

Dazu zählen z. B. 

  • die technische Betriebseinrichtung: Werkzeuge und Maschinen 
  •  die kaufmännische Betriebseinrichtung: Büromöbel 
  •  Waren und Vorräte 

Mitversichert werden üblicherweise auch Gebrauchsgegenstände wie Bekleidung, Taschen, Fahrräder, Fachlektüre etc. Eine Sonderstellung nehmen Daten und Programme ein. Diese sind nicht immer standardmäßig enthalten, werden aber sehr häufig mitversichert, sofern sie für die Grundfunktion der versicherten Betriebseinrichtung notwendig sind. Häufig dabei sind auch von außen angebrachte Gegenstände wie Leuchtreklamen oder auch Schäden, die auf Transportwegen z. B. bei einem Raub entstehen. 

Welche Versicherungssumme ist sinnvoll für eine Sachversicherung?

Die Deckungssumme markiert den Höchstwert, der im Schadensfall von der Versicherung ausgezahlt wird. Sie sollte sorgfältig kalkuliert und in ausreichender Höhe gewählt werden. Ähnlich wie bei der privaten Hausratsversicherung werden zur Ermittlung der Höhe alle Wertsachen addiert – und zwar im Neuwert, da alles, was nicht repariert bzw. wiederhergestellt werden kann, weil es zerstört ist oder gestohlen wurde, im Zweifel zum Neupreis ersetzt werden muss.  

Die Versicherungssumme sollte sämtliche technische und kaufmännische Einrichtung sowie alle Waren im Lager berücksichtigen. Nicht zu vergessen sind hier auch die Kosten für nötig gewordenen Umbaukosten. Da die Werte des Inventars oder Lagers übers Jahr sowie infolge betrieblicher Erfolge und Flauten zum Teil beträchtlich schwanken können, ist es wichtig, hier ein gutes Maß zu finden und die Deckungssumme im Zweifel höher zu wählen, z. B. mit einem Puffer von 10 Prozent. Zudem ist es immer ratsam, einen unabhängigen Versicherungsmakler aufzusuchen. Dieser hat viel Erfahrung im Umgang mit Situationen mit einem Schadensfall und kann die nötige Vorsorge einschätzen. 

Was kostet eine Sachversicherung?

In erster Linie ist die Beitragshöhe der Sachversicherung vom Wert des Inventars abhängig. Daneben fließen einige weitere Faktoren in die Kalkulation des Beitrags hinein.

Um das Risiko für Schäden objektiv zu beziffern, werden folgende Kriterien erfasst und beurteilt: 

  • Standort (im Hinblick auf das Risiko von Einbrüchen, Elementarschäden …) 
  • Betriebsart
  • Gebäudetyp 
  • Höhe der Versicherungssumme  
  • Werden Sicherheitsstandards eingehalten? 
  • Gibt es Vorschäden? 

Mit einer Selbstbeteiligung oder einer langen Vertragslaufzeit kann der Versicherungsbeitrag gesenkt werden. 

Geschäftsinhaltsversicherung: Wann können Sie Ihre Versicherungsverträge kündigen?

Eine ordentliche Kündigung, also eine Kündigung ohne Angabe von Gründen, ist unkompliziert mit der Wahrung der Kündigungsfrist möglich. Diese liegt meist bei drei Monaten. Die Fristen sind den Allgemeinen Versicherungsbedingungen bzw. dem Produktinformationsblatt zu entnehmen, die der Versicherte bei Vertragsabschluss erhält bzw. alternativ beim Versicherer jederzeit anfordern kannZu beachten ist, dass eine Versicherung, wenn nicht anders geregelt, automatisch verlängert wird. 

Möchte man die Versicherung zu einem anderen Zeitpunkt kündigen, müssen dafür meist triftige Gründe vorliegen. Ein Sonderkündigungsrecht besteht in aller Regel, wenn sich die Versicherungsbeiträge erhöhen (ohne, dass die Leistung steigt) oder auch wenn Leistungen gekürzt werden. Auch wenn das Unternehmen bzw. der Betrieb aufgegeben wird, gibt es abweichende Möglichkeiten, die Versicherung vorzeitig zu beenden. 

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